Eine unvergessliche Woche voller Geschichte, Kultur und Natur
Vom 22. bis 26. Juni 2026 unternahmen wir, die 6. Klassen, eine gemeinsame Reise nach Triest, einer faszinierenden Hafenstadt im Nordosten Italiens. Während unseres Aufenthalts erwartete uns ein abwechslungsreiches Programm mit beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, spannenden Führungen und vielen interessanten Einblicken in die Geschichte und Kultur der Region. Die Reise bot die perfekte Mischung aus Lernen, Entdecken und gemeinsamen Erlebnissen und wird uns allen noch lange in schöner Erinnerung bleiben.
Montag, 22. Juni 2026 – Anreise mit Zwischenstopp im Minimundus
Unsere Reise begann am Montagmorgen um 7:00 Uhr mit der Abfahrt in Traun. Schon früh machten wir uns voller Vorfreude auf den Weg nach Italien. Auf der Fahrt legten wir einen längeren Zwischenstopp im Minimundus am Wörthersee ein. Dort verbrachten wir rund drei Stunden und konnten uns die Sehenswürdigkeiten in Miniaturformat ansehen.
Im Minimundus waren etwa 150 berühmte Sehenswürdigkeiten aus aller Welt ausgestellt. Besonders beeindruckend waren unter anderem der Eiffelturm, das Opernhaus von Sydney, das Taj Mahal, der Petersdom und die Freiheitsstatue. Die Modelle waren sehr realistisch gestaltet und sahen den Originalen erstaunlich ähnlich. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit, viele Erinnerungsfotos zu machen.
Nach unserem Aufenthalt setzten wir unsere Reise über Villach und Ljubljana fort und erreichten gegen 17:00 Uhr unser Hotel in Triest. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ließen wir den ersten Abend gemeinsam gemütlich ausklingen.
Dienstag, 23. Juni 2026 – Triest und das Schloss Miramare entdecken
Nach einem gemeinsamen Frühstück begann unser erster ganzer Tag in Triest mit einer interessanten Stadtführung. Zunächst fuhren wir mit dem Bus durch die Stadt, während uns unsere Reiseführerin viele spannende Informationen über Triest erzählte. Wir erfuhren mehr über die Geschichte der Stadt, ihre besondere Lage zwischen Mitteleuropa und dem Mittelmeer sowie über ihre Bedeutung als wichtiger Hafen.
Ein besonders eindrucksvoller Teil unseres Programms war der Besuch des Nationalen Denkmals und Museums der Reismühle von San Sabba. Die ehemalige Reismühle wurde während des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten als Konzentrations-, Haft- und Vernichtungslager genutzt. Der Besuch war sehr bewegend und regte zum Nachdenken an.
Im Anschluss erkundeten wir die Altstadt zu Fuß. Dabei spazierten wir durch enge Gassen, über große Plätze und konnten die besondere Atmosphäre Triests erleben, die von der italienischen Lebensweise und der Geschichte der ehemaligen Habsburgermonarchie geprägt ist.
Am Nachmittag stand die Besichtigung des Castello Miramare auf dem Programm. Das wunderschöne Schloss liegt direkt an der Adriaküste und beeindruckt sowohl durch seine Architektur als auch durch seine traumhafte Lage mit Blick auf das Meer. Während einer Führung erfuhren wir viel über die Geschichte des Schlosses und seiner früheren Bewohner. Anschließend konnten wir auch die gepflegten Schlossgärten erkunden und den herrlichen Ausblick auf das Meer genießen.
Mittwoch, 24. Juni 2026 – Bunker, Geschichte und die Grotta Gigante
Der Mittwoch begann mit dem Besuch von Little Berlin, einem weit verzweigten unterirdischen Bunkersystem aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Anlage besteht aus mehreren miteinander verbundenen Tunneln, die während des Krieges sowohl als zivile Luftschutzbunker als auch für militärische Zwecke genutzt wurden. Während der Führung erhielten wir spannende Einblicke in die Geschichte Triests während des Krieges und konnten die gut erhaltenen Gänge selbst besichtigen.
Nach der Mittagspause ging es weiter zur Grotta Gigante, einer der größten Tropfsteinhöhlen der Welt. Dort war es eine angenehme Abkühlung an dem heißen Sommertag, da es nur etwa 11 °C hatte. Bei der Führung stiegen wir rund 500 Stufen hinab in die Tiefe der Höhle und sahen große Hallen sowie viele beeindruckende Tropfsteine. Danach stiegen wir die 500 Stufen wieder hinauf zurück an die Oberfläche. Die Höhle war sehr beeindruckend und viel größer, als wir es uns vorgestellt hatten.
Den Abend konnten wir anschließend wieder eigenständig in Triest verbringen.
Donnerstag, 25. Juni 2026 – Wanderung am Rilkeweg und Freizeit am Meer
Am Donnerstag gingen wir am Rilkeweg entlang zum Castello Duino. Der Weg führte direkt an der Küste entlang und bot immer wieder schöne Ausblicke auf das Meer. Die Wanderung war jedoch teilweise anstrengend, besonders wegen der Hitze, trotzdem konnten wir die Landschaft gut genießen. Am Ende erreichten wir das Schloss, wo wir noch etwas Zeit verbrachten und die Umgebung anschauten. Dort konnten wir das historische Gebäude besichtigen und mehr über seine lange Geschichte erfahren. Auch heute noch leben Menschen in diesem Schloss. Besonders die Lage direkt an den Klippen machte den Besuch unvergesslich.
Am Nachmittag hatten wir freie Zeit. Bevor wir diese individuell nutzten, verbrachten wir gemeinsam mit unseren Lehrern noch einige entspannte Stunden am Meer. Viele nutzten die Gelegenheit, sich abzukühlen oder die Sonne zu genießen. Diese gemeinsame Zeit war ein gelungener Abschluss unseres letzten vollständigen Tages in Italien.
Freitag, 26. Juni 2026 – Abschied von Triest
Am Freitag hieß es nach dem Frühstück leider schon wieder Koffer packen. Nach fünf abwechslungsreichen Tagen traten wir die Heimreise nach Österreich an. Obwohl wir uns auf zu Hause freuten, fiel der Abschied von Triest nicht ganz leicht.
Insgesamt sind wir sehr dankbar für die großartigen und abwechslungsreichen Tage in Triest und die schönen Erinnerungen, die wir gemeinsam sammeln konnten.
